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Geographische
Lage:
Chile,
Argentinien und Patagonien bilden den gesamten südlichen Zipfel des amerikanischen
Kontinents, wobei Patagonien sich vom Atlantik bis zum Pazifik,
sowohl über Argentinien wie auch Chile erstreckt, dazwischen liegen
die Anden.
Argentinien:
Mit einer Fläche von 2 776 889 km² ist dieses Land ca. 8 mal so groß wie
Deutschland und hat mit 37,81 Mio Einwohnern weniger als die Hälfte der
Einwohner in Deutschland. (In Deutschland leben 230 Einwohner je km²,
in Argentinien 13,2 Einwohner je km²). Als zweitgrößter Staat Lateinamerikas
nimmt das "Silberland" den breitesten Raum der Südspitze des Kontinents
ein. Vom tropischen Norden, wo es an Bolivien, Paraguay und Brasilien
grenzt, läuft es keilförmig nach Feuerland hinunter, welches die Drake-See
von der nur 1.000 km entfernten antarktischen Scholle trennt. Im Westen
bildet die Andenkette eine natürliche Grenze zum schlanken Pazifikanrainer
Chile; den Osten Argentiniens säumt eine rund 4.000 km lange Atlantikküste.
Die extreme Längsstreckung und ungewöhnliche Höhenunterschiede sorgen
für außerordentliche Kontraste. Die Hochkordillere beschert Argentinien
über 30 Sechstausender und mit dem Aconcagua die höchste Erhebung der
westlichen Hemisphäre. Im Osten teilt sich das Land mit Uruguay die La-Plata-Senke,
das nach dem Amazonasbecken zweitgrößte Gewässersystem der Erde. Zwischen
Gletschern und Andenfußseen im Südwesten sowie Sumpflagunen und Regenwäldern
im Nordosten breiten sich fast menschenleere Trockenzonen, wie die Puna,
die Chaco-Steppe und die patagonische Meseta, aus.
In diesem bunten Klimamosaik richtet sich die ideale Reisezeit nach Zielgebiet
und Aktivität. Im Raum von Buenos Aires bieten Frühling (Oktober/November)
und Herbst (März/April) die angenehmsten Aufenthaltsbedingungen; im Sommer
addiert sich hier, wie in der ganzen Zwischenstromregion (Entre Ríos,
Corrientes, Misiones) zur Hitze die hohe Luftfeuchtigkeit (durchschnittlich
70 %). Zur gleichen Zeit herrschen aber in Südpatagonien und Feuerland
optimale Temperaturbedingungen. Die Trekking- und Bergsteiger-Saison reicht
von November bis Februar. In der Puna-Region hingegen fällt in diese Sommerperiode
die Hauptregenzeit, während der manche Routen vorübergehend unpassierbar
werden. So ist der Südwinter (Juni-September) nicht nur die richtige Besuchszeit
für Skilangläufer in Feuerland, sondern auch für Autosafaris im Nordwesten
(Catamarca, Salta, Jujuy) - mit Ausnahme der Andenpässe selbst.
Chile:
Dieses Land hat eine Fläche von "nur" 756.096 km² und ist somit "lediglich"
doppelt so groß wie Deutschland. Dafür ist es aber immerhin 4300 km lang
und überklettert in Nord-Süd-Richtung 38 Breitengrade
Zwei von Norden nach Süden verlaufende Gebirgsketten rahmen das im Durchschnitt
nur 180 km breite Land ein. Der von Vulkanen gekrönte Andenhauptkamm,
im Mittel 5.000-6.000 m hoch, bildet, langsam absteigend, den größten
Teil der insgesamt 4.000 km langen Grenze zu Argentinien.
Längs des Pazifik erstreckt sich die kaum halb so hohe Küstenkordillere,
deren südliches Drittel im Meer untertaucht und einen zerrissenen Archipel
von Fjorden und 5.580 meist unbewohnten Inseln bildet. Zwischen den beiden
Hauptgebirgssträngen eingebettet, breiten sich im Norden der 4.000 m hohe
Altiplano und die von Salaren durchzogene Hochwüste aus, in Querrichtung
mehrfach durchschnitten von den Kastentälern der Flüsse. Einige von ihnen
versiegen allerdings schon auf dem Weg zum Pazifik.
Ein flachbödiges Längstal, im mittleren Norden Pampa und Salztonebene,
wiederholt sich vom Aconcagua-Becken ab und gleitet als fruchtbare Ebene,
im Süden zugleich Seenplatte, bis zum Golf von Ancud hinab. Nur 20 % der
Gesamtfläche Chiles sind nicht gebirgig. In Südpatagonien und Feuerland
dominiert noch einmal die Pampasteppe das Landschaftsmuster, ehe die vergletscherten
Gebirge am Südzipfel des Kontinents mit der Kap Hoorn-Insel den geographischen
Schlusspunkt setzen.
Übliche Zahlungsmittel:
Es ist immer von Vorteil, bei Ankunft in Santiago oder Buenos Aires
Bargeld zu wechseln und somit Pesos bei sich zu haben. Allerdings
kommt man auch gut mit allen bekannten Kreditkarten durch, außer
in den kleineren und abgelegeneren Orten. In Chile wird der Gast sogar
gebeten, in Dollar (Scheine) zu bezahlen, da er nur so von der
MwSt befreit werden darf. Von Reiseschecks ist wegen der hohen Kosten
beim Wechsel abzuraten. .
Reisedokumente für Chile & Argentinien:
Deutsche, österreichische sowie Schweizer Staatsangehörige reisen visumfrei
mit einem gültigen Reisepass ein. Bereits im Flugzeug erhält man meist
einen Passierschein (Tarjeta de Turismo), dessen Original ausgefüllt bei
der Passkontrolle abzugeben und dessen Durchschrift bis zur Ausreise aufzubewahren
ist. Die erlaubte Aufenthaltsdauer für Touristen beträgt 3 Monate.
Gesundheit:
Chile & Argentinien sind keine besonderen Risikoländer, daher besteht
auch keine Impfpflicht. Gängige Medikamente können in den Apotheken rezeptfrei
gekauft werden, und da deren Verkaufssortiment weit über den medizinischen
Bedarf hinausgeht, findet man sie allerorten in entsprechend großer Zahl.
Besondere Anforderungen:
Wenn Sie in Argentinien, Chile oder Patagonien reisen möchten, ist es
ratsam, folgende Elemente mit im Gepäck dabei zu haben:
Leichte Kleidung
gegen Regen und Wind
Gute Sonnenbrille
und -schutz
Hut, in den
Bergen eine warme Mütze
Handschuhe
Einen Tagesrucksack
für die Wanderungen und sonstige Ausflüge
Ersatzbatterien
für Foto- und Filmapparat, Filme
Ein gutes
Fernglas zur Tierbeobachtung
Feste und
bequeme Schuhe, warme Kleidung für die Berge.
Note:
Wenn auch die Wanderungen und Reitausflüge für jedes Niveau konzipiert
sind, ist es doch ratsam, körperlich fit zu sein, denn nur so kann man
die Aktivitäten vollständig genießen. Während der Autoreisen sollte man
genügend Verständnis für die herrschenden Gegebenheiten in Patagonien
und auf diesen langen Strecken durch die Einsamkeit aufbringen, und ggfs.
sich auch in der Gruppe hilfsbereit und tolerant zeigen.
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